Mit Käse schmeckt alles besser. Das ist etwas, dass man von vielen Leuten hört. Und es stimmt ja auch. Ein bisschen Käse über den missglückten Auflauf und schwuppsdiwupps ist das Ganze doch noch essbar. So dachte ich auch eine ganze Weile. Klar geht diese Denkweise in Richtung „früher war alles besser“. Und eigentlich will man ja gerade als junger Mensch eben nicht ein „Früher war alles besser“ – Mensch sein. Aber was soll man tun – so schnell kommt man nicht aus der Komfortzone.

Trotzdem kann man sich zunächst ein bisschen dem „Früher“ widmen. Früher war vegan noch nicht in den Köpfen der Gesellschaft angekommen. Und früher gab es auch noch keinen Käseersatz. Was für ein schreckliches Leben das wohl gewesen sein muss. EIn Glück – denn diese Zeiten sind vorbei!

Meine eigene Käsegeschichte ist eigentlich simpel. Bevor ich meine Ernährung auf pflanzlich umgestellt habe, war ich jahrelang Vegetarierin. Zu der Zeit war ich noch ein Kind und bei mir zu Hause wurde mein Vegetarismus belächelt, aber akzeptiert. Meine Eltern kochten dann halt einfach normal und ich aß entweder das gleiche Essen ohne Fleisch – oder halt Brot. Der Kühlschrank war vor allem voller Käse. Dass Käse manchmal tierisches Lab enthält und somit nicht einmal vegetarisch ist, wusste ich damals noch nicht. Und mit einer käseliebenden Mutter gesegnet – sie stand oft lange an der Käsetheke und kaufte einen wilden Mix aus allem – bekam ich das Käseessen quasi anerzogen.

Ausgelöst durch einen Beitrag im Internet beschäftigte ich mich mehr mit Käse. Es dauerte nicht lange, da stieß ich auf diversen veganen Seiten auf das in Käse enthaltene und süchtig machende Casomorphin. Forscht man aber genauer, kommt man zu so vielen unterschiedlichen Meinungen, dass ich die Letzte wäre, mir hier ein Urteil zu erlauben. Mein persönlicher Fakt ist aber: der Verzicht auf Käse viel mir am Schwersten. Und weil ich doch nicht komplett drauf verzichten will, hier meine Top 3 Käsesorten im Vergleich!

  • Simply V – Vegane Genießerscheiben – würzig
Simply V Vegane Genießerscheiben 150g

Ich kann gar nicht sagen wie sehr ich den Geschmack von geschmolzenen Käse vermisst habe. Mit diesem Simply V – würzig ist diese Sehnsucht Geschichte. Auf mein Käsesandwich mache ich meist nur die Hälfte – das reicht vollkommen aus. Es soll ja nicht zu fettig werden. Pur sind diese Scheiben allerdings nicht so der Knüller. Zumindest nicht wenn man auf einen eher milden Geschmack steht. Bei Rewe gibt´s den immer, aber sicher auch in anderen Supermärkten.

  • The Wonder Burger Schmelzscheiben von Aldi
ALDI SÜD - MEIN Veggie Tag The Wonder Burger Schmelzscheiben

Auch dieser Käse ist ein echter Leckerbissen. Allerdings nicht wie erhofft auf Sandwich und Co. Obwohl Schmelzscheiben drauf steht, sind keine Schmelzscheiben drin. Auf Sandwich schmilzt er schon gar nicht – höchstens wenn man ihn direkt in die Pfanne gibt. Auch überbacken will nicht so richtig gelingen. Dafür – und das muss man ihm lassen – schmeckt er als Käseersatz auf Brot umso besser.

  • Wilmersburger – Würzig

Schmelzen klappt nicht – diese veganen Käsescheiben gehören auf´s Brot. Und da ich kein Fan von zu intensiven Geschmäckern bin, wird auch dieser Käse nicht mein Liebling. Was dafür doppelt so gut ist: Wilmersburger Classic. Und das gibt´s sogar im „echten“ Käsestück. Da bereut man das Vegan Sein wirklich nicht mehr. Wilmersburger gibt es bei Edeka und im Reformhaus.